Die Familie

Als drittes von sechs Kindern der Eheleute Franziska und Heinrich Angenendt wurde ich am 14.12.1946 geboren. Es war nicht leicht für meine Eltern in der schweren und entbehrungsreichen Nachkriegszeit sechs Kinder groß zu ziehen. Dass sie es doch in bewundernswerter Weise geschafft haben - wobei Vater in den ersten Jahren zwölf Stunden am Tag bei sieben Tagen in der Woche gearbeitet hat - läßt uns Kinder auch heute noch nach ihrem Tod mit großer Dankbarkeit an sie denken.

In der Ausbildung und im Beruf

Nach einer Jubiläumsfeier für unseren damaligen Rektor und eine Lehrerin ( 40 Dienstjahre ), auf der ich als I-Dötzchen ein Gedicht aufsagen durfte, stand für mich fest: ich wollte Lehrer werden. Dazu musste man natürlich, wie man damals sagte "zur Schule" gehen. Erschwinglich für meine Eltern war das allerdings nur für eines ihrer Kinder, musste man doch damals in den Fünfzigern noch Schulgeld - 30DM - bezahlen.

Die Anfänge

Die ersten Schritte zum TT-Spieler machte ich mit meinen beiden großen Brüdern ( Jahrgang 1944 und 1945 ) auf dem ausziehbaren Wohnzimmertisch bei meinen Eltern. Butterbrotbrettchen waren die ersten Schläger und ein TT-Ball ein Schatz, den es hüten galt. Als wir etwas älter waren nutzten wir die Abwesenheit der Eltern ( manchmal am Samstagabend ), die Schleiflacktür des Wohnzimmers aus den Angeln zu heben und sie als Spielfläche auf den Wohnzimmertisch zu legen. Bücher dienten als Netze.

Erste Erfolge

Schon in unserem ersten Jahr kamen Reinhold und ich in die erste Jugendmannschaft und wir erzielten schon beachtliche Erfolge in Spielen gegen so renommierte Teams von der SVM und von St. Johann Altenessen, den führenden Vereinen bei der Jugend in Essen. "Meine" Schlägermarke hatte ich inzwischen meinem gestiegenen Spielniveau angepasst. Zum Geburtstag hatte ich einen original Barna-Schläger bekommen, das Non-Plus-Ultra der damaligen Zeit.

Im Erwachsenenalter

In der Mannschaft bis zur Oberliga

Einer sehr erfolgreichen Saison in der Verbandsliga an Position 2 folgte der Wunsch, mich noch mehr zu verbessern, weshalb ich mich 1966 der Sportvereinigung am Moltkeplatz anschloss, in der Hoffnung, mich für die Bundesligamannschaft zu empfehlen. Für mich leider kam zur gleichen Zeit Clemens Tietmeyer nach Essen, was meine Aussichten schmälerte. Mit der zweiten Mannschaft machten wir zwar in der Verbandsliga eine gute Figur, konnten aber den angestrebten Aufstieg in die Oberliga nicht realisieren.

Senioren

Mannschaftsmeisterschaften und Einzelturniere

Diese Entscheidung sollte sich für mich nicht nur aus sportlicher Sicht als die beste erweisen, die ich jemals getroffen habe. Mit den in Seniorenkreisen schon sehr erfolgreichen Ernst Bison und Dr. Witthaus sowie anderen wechselnden Sportkameraden ( Jiade Fang, Horst Langer, Horst Meier, Manfred Brocker ea.) bildeten wir den Stamm der zweiten Mannschaft. Wir stiegen mit dieser Mannschaft in die Verbandsliga auf und sicherten so der ersten Mannschaft den Klassenerhalt, die gerade abgestiegen war.